Ein kurzer Streifzug durch die Entwicklungsphasen des Hundes

Die ersten acht Lebenswochen

Hundebaby´s kommen blind und taub zur Welt.Trinken und schlafen sind scheinbar die einzigen Tätigkeiten des Welpen während der ersten 2 Wochen.Ab der 3.Woche,zwischen dem 12.und 15. Lebenstag öffnet der Welpe die Augen und fängt an seine Umwelt wahrzunehmen.Die nun beginnende 4.Woche ist der Beginn des wichtigsten Lebensabschnitts des Hundes,der Prägungsphase.Versäumnisse in dieser Zeit sind später nicht mehr aufzuholen,darum sollte der Welpe vom Züchter die Möglichkeiten geboten bekommen,im Rahmen seiner erblich bedingten Möglichkeiten alles für sein späteres Leben wichtige kennenzulernen!Die Sinne wie sehen,hören,riechen sind nun voll entwickelt,der Lerntrieb tritt in den Vordergrund,Spiel und Beutetrieb entwickeln sich und sollten für die spätere Belehrung bzw. Ausbildung gefördert werden.Ebony1klAuch sollte der Welpe mit Menschen aller Altersgruppen zusammengebracht werden,wobei besonders im Umgang mit Kindern darauf zu achten ist,daß der Welpe nur positive Erfahrungen macht!!Rangeleien unter den Geschwistern sind nun an der Tagesordnung.Sie sind enorm wichtig für das Sozialverhalten des Hundes,Dominanz und Unterlegenheitsgesten sind sehr gut zu beobachten.Ein Welpe,der diese Erfahrungen nicht macht,bekommt später in aller Regel Probleme,im Spiel mit anderen Hunden normales Sozialverhalten zu zeigen.Abschließend ist zu sagen,daß der Welpe neben dem Kennenlernen aller möglichen Geräusche als auch Geräte vor allem eines gelernt haben sollte:die Lust am Lernen! Geben wir dem Welpen nicht die Gelegenheit bestimmte,für sein späteres Zusammenleben vor allem mit Menschen wichtige Dinge zu lernen,lernt er von sich aus "irgend etwas",es können sich folglich allerlei unerwünschte Gewohnheiten bilden und manifestieren,die oft erst sehr viel später zu Tage treten!In der achten Lebenswoche werden die meisten Welpen von ihrem künftigen Besitzer übernommen.Ein einschneidendes Ereignis im noch jungen "Hundeleben",dem wir unbedingt Rechnung tragen sollten!Der Welpe sollte in Ruhe sein neues Heim beschnuppern können und von sich aus Kontakt zu den Familienmitgliedern aufnehmen.Ab der Übernahme des Welpen muß dieser mit Liebe und Konsequenz belehrt und erzogen werden!Vermenschlichung und antiautoritäre Erziehung sind Gift für einen Hund.Alles was er jetzt darf muß auch später erlaubt bleiben,Mißverständnisse belasten die nun anbrechende Sozialisierungsphase.

Die Sozialisierungsphase,8.bis12.Woche

Neben der Erziehung zur Stubenreinheit steht vor allem das "zweckfreie"Spiel im Vordergrund.Mit Bällen,Jutesack und Stöckchen sind allerlei verschiedene Spielformen möglich.EddieklAllein überfordert darf der Welpe nicht werden!Kurze Spielzeiten mehrmals täglich sind besser als einmal am Tag eine Stunde.Enorm wichtig ist das Herankommen auf Zuruf,es sollte konsequent geübt werden.Wann immer der Welpe im Spiel kommt wird er überschwenglich gelobt,Leckerbissen verstärken natürlich den Erfolg!Seinen Namen müssen Sie ihm natürlich auch beibringen,woher soll er den kennen?Üben Sie das,wenn sich Ihr Hund in unmittelbarer Nähe von Ihnen befindet.Rufen Sie seinen Namen, wenn er reagiert wird er sofort gelobt.Über die positive Verstärkung lernt er seinen Namen. Nie sollte er im Zusammenhang mit seinem Namen schlechte Erfahrungen machen! Die Integration in unseren Alltag steht im Mittelpunkt der Sozialisierungsphase ,daneben muß der Hund auch ans Autofahren und den Straßenverkehr gewöhnt werden. Die Zeit bis zur nächsten wichtigen Phase, der Rangordnungsphase, vergeht wie im Flug!

Die Rangordnungsphase,13.bis16.Woche

Während der ersten Lebenswochen zeichnet sich im Rudel schon eine gewisse Hackordnung unter den Welpen ab.In der Rangordnungsphase testet der Welpe unaufhörlich unsere Eigenschaften als Rudelführer. Dabei geht es nicht nur um unsere körperliche, sondern auch um unsere geistige Überlegenheit. Mit Geduld und Konsequenz müssen wir uns dem Welpen als echte Autorität erweisen, gelingt uns das,wird er sich ins Rudel einordnen und unsere Überlegenheit anerkennen. Im Zuge der weiteren Ausbildung wird der Beute und Bringtrieb sowie die Nasenarbeit gefördert, Sitz, Platz, Bleib sollte der Hund gelernt haben bis zum Ende der 16.Woche. Selbstbewußtsein und Belastbarkeit steigern wir ,indem wir ihm Aufgaben stellen,die er trotz Unannehmlichkeiten bewältigen kann, wenn er sich durchsetzt statt auszuweichen. Beim Spaziergang läßt man ihn Holzstöße erklimmen,auf einer schmalen Mauer laufen,über liegende Bäume springen usw. .Bei allen Kontaktübungen wie Sitz, Platz usw. bekommt der Welpe seine Bestätigung erst nach Augenkontakt.

Die Rudelordnungsphase,5.und 6.Monat

In diese Zeit fällt die Zahnung des Welpen,unsere Aufgabe ist es,das bisher gelernte zu festigen und unserer "Chefrolle"im Rudel gerecht zu werden.Aus dem zweckfreien Spiel wird nun diszipliniertes Spiel als Vor stufe der späteren Ausbildung.Nach der Zahnung beginnen wir mit der systematischen Erziehung.Der Welpe wird nun zum Junghund
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Die Pubertätsphase,7.bis10.Monat

Der Junghund wird in dieser Phase geschlechtsreif,in aller Regel reagieren Hunde sensibler als sonst. Das sollten wir bei der Ausbildung berücksichtigen.Bis zum Ende des 10.Monats sollte der Junghund die Grundlagen der Fährtenarbeit beherrschen,der Beutetrieb muß entsprechend gefördert sein und die Übungen Sitz,Platz,Hier,Vorsitzen sollten sicher beherrscht werden!Bei richtigem Aufbau der Kontaktübungen sollte auch Fußgehen keine Probleme bereiten.Aus dem disziplinierten Spiel heraus wird der Hund in die Ruhelage(Platz,Sitz,Steh,usw)gebracht.Erst nachdem der Hund Augenkontakt mit seinem Führer aufgenommen hat, wird er bei höchster Konzentration freigegeben und erhält seine Bestätigung.Anfangs üben wir nur aus dem "Platz",beherrscht der Hund die Übung sicher,können wir auch "Sitz"und später "Steh"als Ruhelage nehmen.Wichtig ist konsequentes Arbeiten,die Freigabe darf ausschließlich bei Augenkontakt und höchsterKonzentration erfolgen!Der Hund darf sich nie vorzeitig lösen und sich quasi selbst bestätigen!

Es ist meines Erachtens sehr wichtig,die Zeit ab der Übernahme des Welpen bis zur Geschlechtsreife für die Belehrung des Welpen zu nutzen.Bedenken Sie dabei aber immer,daß der Hund vergleichbar einem Kind im Vorschul-bzw.Grundschulalter ist und deshalb Härten vermieden werden müssen,die Ausbildungmuß in positiver Grundstimmung erfolgen,weiterhin sollten die Übungseinheiten immer mit einem Erfolgs erlebnis beendet werden.Der Hund soll motiviert und freudig die Befehle ausführen!
Rasmusfuß2